
Wie sicher ist Ihr PC am Internet?
Wie haben Sie Ihren PC am Internet angeschlossen und welche Massnahmen haben Sie getroffen? Sind diese genügend? Wir versuchen in diesem Artikel auf einige Punkte näher ein zu gehen und die wesentlichen Merkmale darzulegen. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob Sie einen Breitband-Anschluss (Fernsehkabel und ADSL) verwenden oder noch mit einem Analog- oder ISDN-Modem-Anschluss arbeiten, entscheidend ist, ob Ihr PC eine öffentliche oder interne IP-Adresse erhält.

Öffentliche IP-Adressen
Die IP-Adresse (Abkürzung für Internet Protokoll) ist wie im normalen Telefonnetz vergleichbar mit der Telefonnummer. Jeder PC der im Internet Mails abrufen will oder zum Surfen verwendet wird, muss über eine IP-Adresse erreichbar sein. Öffentliche IP-Adressen werden vom Provider zur Verfügung gestellt. Sobald der PC abgeschaltet oder vom Internet getrennt wird, geht diese 'verloren'. Man spricht deshalb von dynamischen IP-Adressen. Server oder z.B. Vermittlungsrechner (Router, Proxies etc.) erhalten eine feste (fixe) IP-Adresse.
Typische Konfigurationen für öffentliche IP-Adressen sind (siehe Bild):
- Kabelmodem, an dem der PC direkt angeschlossen wird
- USB ADSL-Modem
- ISDN- oder Analog-Modem
Private IP-Adressen
Private IP-Adressen haben die gleiche Natur wie Rufnummern innerhalb einer Telefonanlage, diese können nur im internen Netzwerk direkt angesprochen werden. Ein Vermittlungsgerät (NAT-Gerät oder auch eine Firewall) stellt die Verbindung zum Internet her. Ihr Computer bleibt immer dahinter 'versteckt'. Von aussen sichtbar ist nur die IP-Adresse des NAT-Gerätes resp. der Firewall.
Typische Konfigurationen für private IP-Adressen (siehe Bild):
- Kabelmodem mit zusätzlichem NAT-Gerät (z.B. ein sog. Broadband-Router) oder Firewall
- ADSL-Anschluss mit Ethernet ADSL-Modem resp. Router, evtl. mit zusätzlicher oder integrierter Firewall
- ISDN-Router, früher auch Analog-Router
Was macht öffentliche IP-Adressen so gefährlich?
Öffentliche IP-Adressen machen Ihren PC öffentlich zugänglich. Konkret bedeutet dies, dass alle Computer im Internet Ihren PC direkt adressieren können. Dadurch ist, je nach Windows-Version und den Sicherheitseinstellungen vom einfachen Datenklau bis zum vollständigen Missbrauch alles möglich. Beispielsweise kann die einfache Eingabe einer IP-Adresse im Explorer je nach Sicherheitseinstellungen den Zugriff auf die Festplatte ermöglichen. Auch Viren, Würmer und Trojaner versuchen sich über ungeschützte PCs zu verbreiten und die so infizierten Computer für Massenmailngs (Spam) und DOS-Attacken (Denial of Service = Serverdienste sollen nicht verfügbar sein) zu missbrauchen.
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Wie können - respektiv müssen Sie Ihren PC schützen?
Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien von Angriffen die unterschiedlich zu behandeln sind:
- Angriffe direkt auf die IP-Adresse
- Angriffe über Mails und Homepages
Gegen direkte Angriffe können Sie sich am besten schützen, indem Ihr PC keine öffentliche IP-Adresse erhält, d.h. Sie trennen mit einem NAT-Gerät oder einer Firewall Ihr internes Netzwerk vom Internet. In einer solchen Konfiguration bleiben alle Angriffe am Gerät der Trennstelle hängen, Ihr PC bleibt von Angriffen völlig unbehelligt.
Gegen Angriffe über Mails und Homepages ist vor allem Antiviren-Software einzusetzen. Diese ist zwingend auf dem neuesten Stand zu halten. Oft genügt dies alleine aber nicht. Durch die sehr schnellen Breitbandanschlüsse verbreiten sich neue Viren rasend schnell, noch bevor eine Antivirensoftware diese erkennen kann. Deshalb ist vor allem auch der gesunde Menschenverstand und eine gewisse Zurückhaltung gefordert. Mails mit unbekanntem Absender enthalten heutzutage in der Regel einen Virus. Diese Mails löschen Sie am besten sofort. Leider versenden sich Viren auch mit gefälschten Absenderadressen. Bis heute sind diese (meistens, z.Zt. ist eine Virus-Mail in Deutsch unterwegs) an einem engl. 'Betreff' zu erkennen und sollten, wenn verdächtig, ebenfalls sofort gelöscht werden. Öffnen Sie keine Mails die Sie nicht angefordert oder erwartet haben. Glauben Sie keinen wilden Versprechungen. Niemand, auch Microsoft nicht, versendet Produktaktualisierungen (Patches, Updates etc.) unaufgefordert per Mail.
Auch Homepages können Ihren PC 'verseuchen'. Es ist deshalb dringend anzuraten, das Betriebssystem und im besonderen Ihren Browser auf dem aktuellsten Stand zu halten. Ab und zu informiert Sie auch Ihr Browser über verdächtige Aktivitäten oder einen bevorstehenden Datei-Download. Nehmen Sie solche Warnungen nicht einfach an. Klicken Sie lieber einmal zuviel auf 'Nein'.
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